Le Châtelard - Gondo

So lange sind wir noch nie unterwegs gewesen! Vom 29. August bis 13. September setzen wir unsere Tour de Suisse fort und laufen vom Val de Trient bis an die Italienische Grenze in Gondo. Damit das hier keinen Roman gibt, folgen nur ganz kurze Beschreibungen der einzelnen Tage.

31. Tag Le Châtelard - Col de la Forclaz: Erst noch sonnig, werden wir im Abstieg nach Trient ganz übel verregnet. So hat es noch auf keiner unserer Touren geschüttet.

32. Tag Col de la Forclaz - Champex-Lac: Im Nebel geht es los. Doch beim Aufstieg zum Fenêtre d'Arpette verzieht sich der Nebel zumeist. Die Route ist eine Variante zur bekannten Tour de Mont Blanc und entsprechend viele Leute sind unterwegs.

33. Tag Champex-Lac - Cries: Immer noch bedeckt, aber wenigstens trocken geht es hinunter nach Sembrancher, wo das Val d'Entremont und das Val de Bagnes zusammentreffen. Da der Tag noch jung ist, steigen wir noch leicht hoch bis Cries. Es folgt ein Ruhetag in Orsières.

34. Tag Cries - Les Ruinettes: Aufstieg nach Château de Verbier. Wir versuchen, den hässlichen Touristenort Verbier oberhalb zu umgehen, was uns der Bisse du Levron folgend auch ganz hübsch gelingt. Offenbar sind in der Region Verbier inzwischen mehr Leute mit dem Bike unterwegs als zu Fuss. Jedenfalls flitzen die Biker überall herum.

35. Tag Les Ruinettes - Le Chargeur: Doch noch eine lange Etappe. Wir laufen an diesem Tag über drei Pässe (Col Termin, Col de Louvie und Col de Prafleuri) bis zum Fuss der Grand Dixence Staumauer.

36. Tag Le Chargeur - Evolène: Endlich ein wirklich sonniger Tag! Entgegen der Laufrichtung des Swiss Peaks Trail übersteigen wir den Col de la Meina. Ein paar der Wahnsinnswanderer kommen uns entgegen - erstaunlich gelöst und scheinbar sehr zufrieden, trotz oder vielleicht gerade wegen des wenigen Schlafes und der langen Strecke.

37. Tag Evolène - Grimentz: Heute geht es über den Pas de Lona. Auch hier sind viele Biker unterwegs. Eine echte Plage auf den Wanderwegen im Wallis. Was einigermassen befahrbar ist, wird auch befahren!

38. Tag Grimentz - Zinal: Nach den eher längeren letzten Tagen ist heute nur noch ein kurzer Spaziergang nach Zinal angesagt. Hier verbringen wir den zweiten Ruhetag.

39. Tag Zinal - Gruben: Wir überschreiten den Röstigraben über den Col de la Forcletta, oder eben Furggilti wie der Pass ennet der Sprachgrenze genannt wird und erreichen das Turtmanntal.

40. Tag Gruben - Grächen: Eine sehr lange Etappe. Der Aufstieg zum Augstbordpass geht ja noch, aber der Abstieg nach St. Niklaus hat es dann schon in sich. Und nicht genug: wir steigen gleich wieder hoch bis Grächen. Sehr geschafft treffen wir dort ein.

41. Tag Grächen - Saas Fee: Hoch oben steigen wir ins Saastal ein und laufen auf dem wunderschönen Saaser Höhenweg nach Saas Fee. Viele Steinböcke sehen wir unterwegs.

42. Tag Saas Fee - Almagelleralp: Wieder mal eine kurze Tagesleistung auf die andere Talseite und hinein ins Almagellertal.

43. Tag Almagelleralp - Zwischbergen: Der Zwischbergenpass ist mit 3270 m wahrscheinlich der Höhepunkt unserer ganzen Tour de Suisse. Warum der überhaupt noch als Wanderweg aufgeführt ist, bleibt ein Rätsel. Denn auf der Ostseite ist durch das mehrheitliche Verschwinden des Firns respektive von Teilen des Zwischbergengletschers eine üble Geröll- und Blockwüste zum Vorschein gekommen, die nur mehr sehr mühsam und weglos begangen werden kann. Eigentlich wollen wir noch bis Gondo weiter, aber der Abstieg bis Zwischbergen ist schon lange genug, so dass wir dort auch gleich übernachten.

44. Tag Zwischbergen - Gondo: In grosser Eile stürmen wir hinunter nach Gondo, denn Paul hat sich mit der Zeit verrechnet, und wir sind zu späte los. Fast haben wir den reservierten Bus verpasst.

Geplant war noch der Weitermarsch bis ins Tessin. Aber wir brauchten beide etwas mehr Erholung als bloss einen Ruhetag. Ob es in diesem Jahr noch weiter geht, werden wir sehen.

Freitag, 14. September 2018

Järvi Suche