Haldensteiner Calanda

Am 30. und 31. Juli sind wir am Haldensteiner Calanda unterwegs. Startort ist Vättis im Taminatal. Wir schlagen den blau-weiss markierten Direktaufstieg ein. Gleich von Anfang an geht es sehr steil zur Sache, und das beibt mit wenigen Ausnahmen auch so bis zum Gipfel. Der Weg führt erst noch im dichten Wald hoch zum Gonscherolaboden. Kurz danach verschwinden Fichten und Fören und machen einem Legeförendickicht platz, aus dem der Weg aber gut herausgeschnitten ist. So kommen wir trotz der Steilheit gut voran. Zwischendurch laufen wir über kleine Bödeli und erklimmen knackige Steilstufen. Die letzte Steilstufe müssen wir - entgegen der Markierung auf der Karte der Landestopografie - nicht durch die enge Klamm am Ende des Haldensteiner Schaftäli überwinden, weil die neuen Markierungen im Gelände diese nämlich nördlich umgehen. Es gibt hier einen neuen Weg, und das ist auch gut so, denn die Klamm, welche stellenweise nur gerade einen Meter breit ist, ist nämlich mit gut drei Meter Schnee gefüllt und sieht nicht passierbar aus. Die letzten Meter auf den Gipfel sind dann fast flach und unproblematisch. Hier sehen wir zum ersten Mal an diesem Tag andere Wanderer und dann auch gleich in Scharen. Unser Tagesziel - die Calandahütte - liegt uns direkt zu Füssen und wir erreichen sie am frühen Nachmittag nach kurzem aber stotzigem Abstieg. Hier können wir gemeinsam im Winterraum übernachten.

Am zweiten Tag laufen wir - erneut bei schönstem Wetter - immer etwa auf gleicher Höhe bleibend - über das Felsberger Älpli und das Taminser Älpli bis zur gleichnamigen Alp - Genusswandern pur! Beim Alpgebäude ist es dann aber vorbei mit dem Genuss. Einerseits, weil wir uns durch eine Mutterkuhherde schlängeln müssen, ohne einem der Tiere zu Nahe zu kommen, und andererseits, weil es ab da steil hinunter in Richtung Kunkelspass und dann gleich nochmals steil durchs Foppaloch nach Tamins geht. Bei schon fast sengender Hitze nehmen wir dort den Bus nach Hause.

Dienstag, 31. Juli 2018

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