Diga Verzasca - Sementina

Nordföhn sei Dank, ist es im Tessin sonnig und warm. Wir nutzen diesen Umstand und machen uns am 13. und 14. Mai für zwei Tage auf in die Südschweiz. Mit Zug und Bus fahren wir bis zur Haltestelle Diga Verzasca bei der Staumauer im Verzascatal. Ab hier steigen wir hoch über Monti di Motti und Alpe di Foppiana zur Forcarella. Wir waren ja schon zwei mal in dieser Gegend im Abstieg unterwegs. Damals haben wir unter Zeitdruck die offiziellen Wanderwege nicht verlassen. Diesmal haben wir aber Zeit und suchen deshalb immer mal wieder Alternativen, die wir auch erstaunlich leicht finden. Das Unterholz ist noch nicht so recht gewachsen, und so sind die alten Wege doch noch deutlicher als im Sommer sichtbar. Aber der Forcarella geht es hoch zum Sassariente. Zwei mal sind wir bereits an diesem markanten Gipfel vorbeigelaufen, jetzt hat es endlich geklappt. Weiter geht es auf dem aufgegebenen Wanderweg in Richtung Sassello. Kurz vor dem Gipfel verlassen wir den Weg und kraxeln entlang der sogenannten 'Polenmauer' direkt auf dem Rücken hoch zum höchsten Punkt. Wir bleiben auf demselben Rücken bis zur Forcola und steigen dann, die Alpe di Ruscada querend, ab zur Capanna Orino, wo wir übernachten. Am zweiten Tag - immer noch bei strahlendem Wetter - geht es hoch zur Cimetta d'Orino und weiter auf dem Alpinwanderweg in Richtung Capanna Albagno. Aber kaum einen Kilometer weiter stoppt uns alter, in leichtem Abstieg zu traversierender Schnee, der trotz Nordföhn zu dieser frühen Stunde noch knüppelhart gefroren ist. Da die Passage arg steil ist und Paul mal wieder keine Eisen dabei hat, entscheidet er sich für den Rückzug. So kommt es, dass wir halt auf dem langen Rücken, der von der Alpe Morisciolo bis nach Sementina hinunterzieht, bis in die Magadinoeben absteigen.

Mittwoch, 15. Mai 2019

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