Ribia

Trotz Auffahrtswochenende wagen wir uns zusammen mit unserem Bergfreund G am 21. Mai und 1. Juni ins Tessin. Nach der unendlich langen Fahrt nach Vergeletto, steigen wir bei schönstem Wetter steil hoch in Richtung Alpe d'Albezzona und südwestlich am Salariél vorbei zur Capanna Ribia, wo wir in der verrauchten Hütte übernachten. Am 2. Tag sind wir kurz nach sechs Uhr schon wieder unterwegs. Dennoch ist der Schnee, auf den wir etwas oberhalb der Hütte treffen, schon beim Aufstieg zum Punkt 2241 nordwestlich des Salariél ungünstig, wir brechen immer wieder durch eine dünne oberflächliche Kruste ein. Eigentlich wollten wir ja via Bocchetta di Catögn und Bocchetta di Cansgéi nach Someo im Maggiatal absteigen. Aber da der Schnee schon auf der sonnenabgewandten Seite schlecht zu begehen ist, entscheiden Claudia und Paul, wieder nach Vergeletto abzusteigen. G zieht alleine den ursprünglichen Plan durch und so trennen sich für diesmal unsere Wege am höchsten Punkt unserer Tour. Unser Abstieg via Alpe di Categn ist allerdings grauenhaft, da der Schnee bodenlos tiefgründig ist. Claudia und Paul sinken oft bis zur Hüfte ein. Auch ich schwimme mehr als das ich laufe den Berg hinunter. Zwischendurch müssen wir sogar noch ein paar Höhenmeter zurücksteigen, weil wir die Route falsch gewählt haben. Nach gut 200 Höhenmeter Abstieg in diesem Matsch erreichen wir zum Glück die Schneegrenze. Aber ich bin schon wieder fix und fertig und auch die Zweibeiner sind geschlaucht. Via Alpe di Doia steigen wir danach gemütlich hinunter ins Val di Fümegn und erreichen Vergeletto gerade noch rechtzeitig für den Bus. Eigentlich eine herrliche Frühlingstour, wenn nur der blöde Schnee nicht gewesen wäre.

Sonntag, 02. Juni 2019

Järvi Suche