Ammler Geschlängel

Was das Wetter anbelangt, soll es ja eine eher mässige Woche geben. Aber am 27. April scheint doch noch mehrheitlich die Sonne und wir nutzen das natürlich aus. Es gibt heute eine etwas eigenartige Tour, sind wir doch – wie der Vogel fliegt – nie mehr als zwei Kilometer von zu Hause entfernt und doch knapp 12 Kilometer und über 5 Stunden unterwegs. Da die Vegetation unterhalb vom Mattstogg noch nicht hoch gewachsen ist, versuchen wir wieder mal, alte Wege zu finden. Erst geht es via Durschlegi und Hasenboden bis zur Underfuggle. Ab hier hat es früher einen Weg gegeben, der ostwärts direkt auf den darunter liegenden Wanderweg geführt hat. Den suchen wir im Bannwald – erfolglos allerdings. So kämpfen wir uns durch den steilen Wald hinunter bis wir endlich den Wanderweg erreichen. Diesem folgen wir via Stolle bis über dem Rombach hinaus, verlassen ihn dort und steigen – nun wieder weglos – via Beggihell durch den Wald auf. Wir sollten nun eigentlich den Weg finden, der weiland die Alpen Hinderaltsche und Underfurggle verband. Von dem sind aber auch nur noch ein paar Wildwechsel übriggeblieben. Denen folgen wir nun südwestwärts. Das Gelände ist übel steil und verbuscht. Paul kriecht mehr, als dass er geht und er kommt nur im Schneckentempo vorwärts. Es hat dann auch noch die eine oder andere ausgesetzte Stelle – auch diese natürlich verbuscht – so dass wir froh sind, endlich die Weiden östlich der Underfuggle zu erreichen. Aber auch hier wollen wir nicht den Wanderweg hinauf zur Oberfuggle nehmen, sondern steigen erneut weglos direkt auf, diesmal allerdings ohne grosse Schwierigkeiten. Jetzt nehmen wir zur Entspannung mal wieder einen Wanderweg unter die Füsse und laufen via Obloch zur Alp Walau. Nun geht es nochmals weglos aber unschwierig hinunter bis Erlebode, wo wir den Rombach zum dritten mal queren, um danach direkt nach Hause laufen. Eine spannende Tour, sehr mühsam für Paul, für mich – ich bin ja klein – nicht so schwierig, da ich fast immer problemlos einen Durchschlupf im Gebüsch finde und mich die Steilheit des Geländes auch nicht wirklich stört.

Montag, 27. April 2020

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