Federispitz

Heute am 25. Oktober machen wir mal etwas, was wir sonst zu vermeiden versuchen: wir gehen an einem Sonntag in die Berge, und zwar wieder mal auf den Federispitz. Der vielen Berggänger wegen laufen wir schon relativ früh oberhalb der Alp Matt los und steigen via Unter- und Oberfiderschen hinauf gegen den Fiderschenboden zu. Aber auch schon zu dieser frühen Stunde sind wir nicht allein unterwegs. Auf ca. 1550 m Höhe verlassen wir den Weg und steigen weglos in Richtung Plättlispitz auf. Das Gelände versteilt sich immer mehr und Paul und Claudia haben ihre liebe Mühe, in den von Nagelfluh-Bollen übersäten Planggen voran zu kommen, und dass ich über ihnen immer wieder Steine lostrete, macht die Sache auch nicht besser. Aber wir erreichen dann doch noch unbeschadet den Wanderweg und steigen auf diesem gleich ganz hinauf zum Plättlispitz. Hier oben geht wieder mal ein heftiger Wind, der jede Pause zwangläufig kurzhält. Weiter geht es jetzt auf dem Wanderweg direkt hoch zum Federispitz. Das Wetter ist – abgesehen vom unangenehm heftigen Wind - gut und heute haben wir mal weit gegen Norden hin einen wunderbaren Blick bis zum Schwarzwald und in die Vogesen. Den Abstieg nehmen wir über den Federigrat und auf der schon im Frühjahr begangenen Wegspur weiter bis zum Kreuz auf ca. 1620 m Höhe. Kurz danach schwenken wir nach Osten ab und queren etwas unterhalb der Obernätenalp hinüber bis Stelli, wo wir den Wanderweg zurück zur Oberfiderschen einschlagen. Lange dauert es jetzt nicht mehr, bis wir wieder wohlbehalten beim Auto sind. Unterwegs sehen wir immer mehr Leute (auf Plättli- und Federispitz stehen sie schon dicht gedrängt ohne Abstand und Maske - skandalös!) und so sind wir direkt froh, früh genug losgezogen und auch früh zurück zu sein.

Sonntag, 25. Oktober 2020

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