Gufelstock

Am 3. September wollen wir den Gufelstock besteigen, so müssen wir mal nicht so weit mit dem Auto fahren. Los geht es in Engi im Glarner Kleintal. Das Wetter ist allerdings enttäuschend. Noch gestern würde ein wunder-super-prächtiger Sonnentag angesagt, doch jetzt ist es bedeckt. Was ist nur mit den Wetterfröschen los? Das ist jetzt in diesem Jahr nicht das erste Mal, dass das tatsächliche Wetter überhaupt nicht mit den Vortagesprognosen übereinstimmt. Vielleicht haben die Corona-Viren nicht nur die Gehirne der Zweibeiner verwirrt – können die doch nicht mehr zwischen normal und aussergewöhnlich unterscheiden – sondern auch die Computer der Meteorologen, so dass die auch nicht mehr zwischen blauem und grauem Himmel differenzieren können. Wie auch immer, wir steigen nun halt bei bedecktem Himmel ins Mühlebachtal ein, folgen der Fahrstrasse bis Üblital und biegen dann in den Wanderweg in Richtung Widersteinerfurgglen ein. Kurz vor dem Widersteiner Hüttli zweigen wir in den Alpinwanderweg ein, der uns unschwierig via Chüebuch hoch zum Gufelstock führt. Warum der weiss-blau markiert ist, scheint uns nicht so ganz klar, ist er doch nirgends ausgesetzt oder schwierig und Paul braucht seine Hände kaum. Nur nicht sehr ausgeprägt ist der Weg, dafür aber dicht markiert. Auf dem Gipfel ist es zügig kalt und wir verweilen nicht sehr lange, sondern steigen bald zu Fessis Seeli ab. Jetzt zeigt sich die Sonne doch immer mehr, und hier bei den malerischen Seeli treffen wir dann auch ein paar andere Berggänger (es gibt ja auch einen näheren Zugang ab der Bergstation der Äugstenbahn). Nun steigen wir weiter ab über Ober Fesi, bis wir beim Punkt 1509 in den schönen, nach Osten traversierenden Wanderweg nach Nüen einschwenken. Ab Kheistberg verlassen wir den offiziellen Wanderweg und folgen einem Jägerweg, der uns den steilen Bannwald hinunter und zurück nach Engi führt. Eine herrliche Tour mit einem schönen und lohnenswerten Auf- und Abstieg. Aber viele Höhenmeter waren es!

Donnerstag, 03. September 2020

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