Guggernüll

Den Guggernüll hatten wir anlässlich unserer Tour am 8. August vom Val Curciusa aus immer mal wieder vor Augen. Heute am 9. September wollen wir ihn besteigen. Offenbar ist das ein beliebter Skitourenberg, aber im Sommer wird er wohl wenig besucht. Wir starten beim ehemaligen Berggasthaus Zoll an der Splügenpassstrasse und laufen auf dem Wanderweg bis Grossboda. Dort verlassen wir den Weg und schlendern in offenem und unschwierigem Gelände hinauf zur Bergstation Alpetli. Hinunter geht es immer noch weglos zum Rietboden, der seinem Namen alle Ehre macht. Jetzt nehmen wir noch kurz den Wanderweg hoch zum Areuapass unter die Füsse, verlassen ihn aber bald schon wieder, um nun definitiv weglos zum Guggernüll aufzusteigen. Das Gelände ist überall unschwierig, mal etwas steiler, mal lieblich, und so kommen wir zügig vorwärts, bis wir nördlich der Gemschschluocht den zum Gipfel hochführenden Rücken erreichen. Ganz zum Schluss müssen wir noch ein paar Meter hochklettern. Auf dem Gipfel erwartet uns eine phänomenale Rundumsicht bei wolkenlosem Himmel (nur den benachbarte Pizzo Tambo zieren ab und zu ein paar dekorative Wölkchen). Wir steigen nun ab zurück zur Gemschschluocht (wo uns tatsächlich ein paar Gämsen beäugen) und queren nun unterhalb den Punkten 2765 und 2632 hinüber zum Areuapass. Hier steigen wir noch ein bisschen weiter in Richtung Osten hoch und suchen uns im Abstieg dann eine Route nördlich der Tamboseen vorbei hinüber zum Alpetlistock. Dieser Abschnitt ist etwas mühsam, denn das Gelände ist sehr kleinräumig zerklüftet und unübersichtlich. Schliesslich steigen wir vom Alpetlistock ab zurück auf den Wanderweg, der uns wieder zum Ausgangspunkt der Tour führt. Eine wunderbare und einsame Tour, fast alles weglos, strahlender Himmel – kurz: alles hat gepasst!

Mittwoch, 09. September 2020

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