Laghi di Confin

Jetzt wollen wir doch mal ausprobieren, ob Paul und ich zusammen im Zelt übernachten können. Wir machen uns deshalb am 26. und 27. August auf eine Zweitagestour mit grossem Gepäck. Wir starten bei Valbella hinten im Calancatal und steigen – noch meist im Schatten – das Val Largè hoch zur Alp de Trescolmen. Kurz unterhalb der Alp kommen wir in die Sonne, und die bleibt uns für den Rest des Tages erhalten. Nun schwenken wir nach Norden und nehmen einen Abschnitt des Sentiero Alpino Calanca unter die Füsse. Arg anspruchsvoll scheint er uns nicht. Einzig die Übergänge Pass Ovest dell’ Alta Burasca und Pass de la Cruseta sind etwas steil und mit der einen oder anderen – bei diesem Wetter überflüssigen - Kette versehen. Ich schaffe jedenfalls alles ohne Hilfe. Aber schön ist es hier in dieser Gegend! Nach dem Pass di Passit steigen wir noch zu den Laghi di Confin hoch und stellen dort unser Zelt auf. Viel Platz haben wir beide nicht, und sogar der Rucksack muss draussen bleiben. Wir schlafen beide unruhig, denn immer wieder rüttelt der Wind am Zelt, und gegen Morgen wird es auch noch ziemlich kalt. So sind wir froh, dass uns in der Früh die Sonne aufwärmt und wir packen gemütlich zusammen. Gerade rechtzeitig, wie sich zeigt, taucht doch jetzt plötzlich eine Gruppe Rinder auf, so dass wir schleunigst verschwinden. Der Abstieg zurück zum Pass di Passit ist diesmal weglos und wir treffen erst kurz unterhalb des Passes auf den Wanderweg, der uns abenteuerlich und mit einer Menge unmöglich hoher Stufen durch das Val di Passit wieder hinunter ins Calancatal führt. Eine landschaftlich sehr reizvolle Tour, aber das Zelten ist wohl doch nicht so unser Ding...

Donnerstag, 27. August 2020

Järvi Suche