Madone

Der 12. Oktober beschert dem Mittel- und Südtessin nochmals einen herrlichen Sonnentag. Wir machen uns deshalb auf in den Süden und besteigen nach unserer Tour im Oktober 2015 zum zweiten Mal die Madone. Ausgangspunkt der Wanderung ist Mergoscia im Verzascatal. Wir queren erst in leichtem Anstieg hinüber zu den Monti di Lego und steigen von dort auf den breiten Rücken, der in Richtung Cima della Trosa hochzieht. Der Weg ist nicht immer gut sichtbar, aber zuverlässig markiert und ausserdem ist das Gelände unschwierig in diesem lockeren Buchenwald. Bei der Bassa di Bietri erreichen wir den offiziellen Wanderweg, der uns via Alpe di Bietri hoch zu Punkt 1657 führt. Bis hierher sind wir alleine unterwegs. Dort kommen wir dann aber auf den Wanderweg, der von der Cimetta her hoch zieht, und es hat doch einige Leute, die ebenfalls auf die Madone wollen. Aber man steht sich nicht gerade auf den Füssen herum. Nun geht es steil hoch zum Gipfel. Die Aussicht ist fast noch klarer als in der Vorwoche! Lange bleiben wir allerdings nicht, denn es weht ein ziemlich kühler Nordwind, der uns durch Mark und Bein geht. Nun queren wir weglos rüber zu Punkt 2039 und steigen dann ab auf dem aufgegebenen Alpinwanderweg, der uns – immer in der Höhe bleibend – hinunter nach Redrisc führt. Bedauerlich, dass dieser tolle Weg aus dem Netz der offiziellen Wanderwege gestrichen wurde, ist er doch wirklich reizvoll und auch im Abstieg nicht wirklich schwierig. Zum Glück ist er aber immer noch mehrheitlich gut sichtbar, nur die Markierungen verblassen so langsam. Ab Redrisc schwenken wir dann aber auf den Bergwanderweg hinunter nach Mergoscia ein. Leider kommen wir auf den letzten Höhenmetern noch in die Kastanien, die zu dieser Jahreszeit dicht auf dem Boden liegen. Keine Freude für meine Pfoten! Trotzdem eine herrliche Herbsttour!

Dienstag, 13. Oktober 2020

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