Mattstogg

Zum x-ten Mal besteigen wir am Karfreitag den 10. April den Mattstogg. Sogar Claudia löst sich ausnahmsweise mal von ihrem Bürotisch, mit dem sie offenbar fast schon verwachsen ist. Diesmal besteigen wir unseren Hausberg allerdings etwas anders, liegt doch noch einiges an Schnee da oben und da es heute doch recht warm und der Schnee auch über Nacht nicht gefroren ist, erwartet uns ein entsprechender Sumpf. Wir steigen auf von zu Hause über Stolle bis wir unterhalb Hinderaltschen aus dem Wald kommen. Ab da laufen wir mehr oder weniger weglos hinauf in Richtung Mattstogg. Bald schon kommen wir in den Schnee, der bereits am Morgen ziemlich weich ist. Wir kämpfen uns hoch – es ist ein furchtbarer Steiss - immer mal wieder eine gute Linie suchend und uns oft fragend, ob wir vielleicht nicht besser umdrehen würden. Wenn der Hang da oben nicht voller Lawinenverbauungen wäre, wäre dieses Unterfangen bei den aktuellen Schneeverhältnissen ziemlich gefährlich. Aber wir wagen dann doch immer noch ein Stückchen und noch ein Stückchen, und irgendwann sind wir auch schon am Grat oben, wo praktisch kein Schnee mehr liegt. So erreichen wir den Gipfel schliesslich doch noch und geniessen die prächtige Aussicht bei diesem schönen Wetter. Beim Abstieg ist der Schnee dann noch tiefgründiger, aber bergab geht es immer leichter und so sind wir – fast auf der gleichen Route wie beim Aufstieg – auch schon bald wieder zu Hause.

Freitag, 10. April 2020

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