Pizzo di Corgella

Schönstes und warmes Frühlingswetter erwartet uns am 24. Februar im Tessin. Wir starten unsere heutige Tour in Isone. Da gibt es zwar einen Waffenplatz, aber an diesem hochheiligen Fasnachtstag wird wohl da nicht gepulvert. Der Aufstieg über Recalmo und Costa zu den Monti del Tiglio nehmen wir gemütlich unter die Füsse respektive Pfoten, denn Paul ist ein bisschen angedätscht und will es darum langam angehen. Kurz vor Costa warnt uns eine Tafel, dass das Betreten des Schiessplatzes verboten sei. Aber wir sind doch auf einem offiziellen Wanderweg? Was soll das? Um das zu klären telefoniert Paul mit dem Waffenplatzkommandanten. Der weiss von nichts und meint, wir können ruhig weitergehen. Na dann, vorwärts marsch! Auf dem breiten Rücken, der das Val d'Isone von der Magadinoebene trennt, treffen wir mal wieder auf den Scenic Trail. Einen Abschnitt von dem hatten wir ja schon bei unserer Monte Bar Tour im Januar 2019 unter den Füssen. Dem folgen wir nun im weiteren Verlauf unserer Tour bis zur Alp Corte di Mezzo ganz hinten im Valle di Caneggio. Das Weglein ist abwechslungsreich und gelegentlich etwas abenteuerlich. Aber so muss der Scenic Trail wohl sein. Kurz vor dem Gipfel des Cucchetto fängt hinter uns im Tal doch ein Geballer an. Aber das stört uns nicht, denn nach dem wir den Chucchetto überstiegen haben, hören wir nichts mehr davon. Nun geht es hoch zum Pizzo di Corgella, wo wir die tolle Rundsicht geniessen. Weiter wandern wir bis Corte di Mezzo. Dort wenden wir um fast 180° und laufen nun durch das Valle di Caneggio zurück in Richtung Isone. Hier liegt eine Menge Buchenlaub auf dem Weg, so dass ich gar nicht sehe, wo ich meine Pfoten hinstelle. Paul hat wohl dasselbe Problem, denn prompt schmeisst es ihn hin, weil er eine dieser vermaledeiten verborgenen und abschüssigen Felsplatten nicht gesehen hat. Zum Glück passiert ihm nichts! Als wir nun immer näher zurück zu den Monti di Tiglio kommen, wir das Geballer immer lauter und heftiger. Uns ist gar nicht mehr wohl bei der Sache. Werden wir bald gar aus Versehen erschossen? Paul beschliesst, diese Stätte des Grauens zu verlassen und statt zurück nach Isone, gen Norden nach Camorino abzusteigen. Bald schon hören wir nichts mehr von der Knallerei, schwimmen weiter durch tiefes Buchen- und später Kastanienlaub und erreichen die Bushaltestelle in Camorino mit perfektem Timing, steht der Bus doch schon da und wartet auf uns. Abgesehen von der Knallerei des Militärs war es eine sehr schöne und abwechslungsreiche Tour bei richtig warmem Frühlingswetter.

Dienstag, 25. Februar 2020

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