Vals Curciusa und Vignun

Es soll ja sehr heiss werden an diesem 8. August. So machen wir uns in aller Herrgottsfrühe – es ist noch gar nicht richtig hell – von San Bernardino aus an den Aufstieg zur Bocchetta di Curciusa. Und wir laufen dann tatsächlich im kühlen Schatten bis hinauf zum Pass. Unterwegs begleiten uns ein Stück weit zwei neugierige junge Gämsen etwa 25 Meter oberhalb von uns. Auf dem Pass kommen wir dann endlich in die Sonne und machen uns an den gemütlichen Abstieg durchs Val Curciusa. Dieses Tal ist nun wirklich eine Perle! Viel begangen wird es wohl nicht, denn der Weg ist nicht immer klar ersichtlich und die Markierungen sind ebenfalls nur sparsam gesetzt. Aber egal – wir peilen einfach immer wieder die nächste sichtbare Markierung an, denn das Gelände ist einfach. Unterwegs begegnen wir vielen Kühen und Schafen und sogar einer Gruppe Pferde. Aber Wanderer treffen wir fast keine. Von der Alp de Rog steigen wir wieder an – jetzt ist es tatsächlich schon ziemlich warm – hinauf nach Strec de Vignung, dem Übergang ins gleichnamige Tal. Dieses – es ist ebenfalls sehr malerisch - laufen wir jetzt noch aus bis zur Cassina da Vignun. Hier hat es nun doch einige Leute, geraten wir doch dummerweise gerade in einen Berglauf. Aber wir können den abgekämpften Läufern gut ausweichen und steigen via Bosch di Pescion hinunter zurück nach San Bernardino. Inzwischen ist es nun tatsächlich übel heiss! Insgesamt eine fantastische Tour durch zwei einsame Bündner Bergtäler.

Samstag, 08. August 2020

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