Aiarlo

Heute am 23. April soll es sehr sonnig und recht warm werden im Tessin. Da in der Südschweiz zumindest auf den Südseiten die Schneegrenze doch etwas höher liegt als bei uns hier auf der Alpennordseite, machen wir uns wieder mal auf ins Maggiatal. Wir starten frühmorgens gleich in Maggia und steigen über In Scimonsásc auf einem unmarkierten aber gut gepflegten Weg hinauf, bis wir kurz vor In Scirésgia auf den offiziellen Wanderweg treffen. Wie so häufig im Maggiatal sind viele, viele Stufen zu bewältigen. Nun folgen wir dem Wanderweg – bis etwa zum Bildstöckli auf knapp 1200 m Höhe sind wir im Schatten, verlassen ihn aber kurz vor Al Motón um direkt auf dem zu Punkt 1528 führenden Rücken aufzusteigen. So lassen wir auch die Schneefelder links liegen, die hier zwischen Al Motón und Aiarlo di Dentro noch über dem Weg liegen. Angedacht war, ab Aiarlo direkt nach Gordevio abzusteigen. Aber es ist so ein herrlicher Tag und erst gut zehn Uhr, so dass wir noch eine Schlaufe über die Capanna Nimi anhängen wollen. Der Weg in Richtung Nimi ist eine Perle. Aber als die Hütte in Sicht kommt, sehen wir, dass die Abstiegsroute noch arg schneebedeckt ist. Das Gelände dort ist steil und Paul hat keine Eisen dabei – geht also nicht. Kurzerhand versuchen wir als Alternativprogramm noch auf die Cima di Aiarlo zu steigen. Aber nach 100 m Aufstieg geben wir auf. Die steile Bergflanke ist bedeckt mit dürrem Gras, welches Paul bei jedem Schritt unter den Füssen wegrutscht, und dann versteigen wir uns auch noch in einer Felspassage, so dass wir umdrehen müssen. Jä nu! Laufen wir halt wieder zurück nach Aiarlo und nehmen doch von dort aus den Abstieg nach Gordevio unter die Füsse. Der ist auch sehr schön. Es finden sich auch hier wieder unzählige Stufen. Unten im Talgrund wimmelt es von Wanderern und Velofahrer, so dass wir keine Lust mehr haben, den Rückweg nach Maggia auch noch zu Fuss zu bewältigen. Steigen wir halt zu den anderen Maschgeraden in den Bus. Narrenzeit ist ja heutzutage jederzeit. Ich freue mich schon auf die nächste Tour, die uns hoffentlich noch höher hinauf führt - immer vorausgesetzt, es gibt nicht noch einmal viel Schnee. Paul hat im Winter wieder mal eine ganze Liste geplanter Wanderungen angelegt - wie immer etliches davon auf der Alpensüdseite. Langweilig sollte uns also nicht werden...

Samstag, 24. April 2021

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