Fanenstock

Am 6. Juli soll es zumindest morgens sonnig sein - auch bei uns. Wir machen uns wieder mal in aller Herrgottsfrühe auf den Weg. Ziel ist der Fanenstock in Glarner Sernftal (oder Kleintal, wie die Einheimischen sagen). Wir starten in Matt und steigen gleich nach dem Dorf schon ziemlich steil und - bis wir bei Argenboden auf die Fahrstrasse treffen – leider auch üble matschig auf, um via Geiss-Stafel das Stuelegghoren zu erreichen. Bis hierher sind wir grossmehrheitlich im Schatten unterwegs. Auf diesem schönen Aussichtspunkt lacht uns endlich die Sonne. Ab hier ist der Weg bis zum Fanenstock blau-weiss bezeichnet und nur teilweise überhaupt sichtbar. Aber da er neu zur Via Glaralpina gehört, ist er gut markiert. Ausserdem folgt man einfach dem Rücken hinauf in Richtung Gipfel respektive zum einzigen vernünftigen Durchstieg im felsigen Gipfelaufbau. Verhauen kann man sich hier höchstens in dichtem Nebel. Bis zum Gipfelaufbau wird es allerdings immer steiler, irgendwann so steil, dass für Paul kein Ausrutscher mehr erlaubt ist. Für mich ist das natürlich alles kein Problem. Bald ist der Gipfel des Fanenstocks erreicht und wir geniessen die herrliche Aussicht, interessiert beäugt von einer einsamen Gämse. Der Abstieg erfolgt über das Fanenfurggeli, Gamperdun Mittelstafel, Obere und Untere Windegg hinunter nach Elm. Kaum im Wald stapfen wir wieder durch diesen üblen Pfnuel, in den das nasse Wetter und die Kühe die Wanderwege verwandelt haben. Eine abwechslungsreiche und steile Tour mit fantastischen Tiefblicken bei bis Mittag herrlichem Wetter.

Dienstag, 06. Juli 2021

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