Ochsehorn

Die vorgestrige Tour über die Landesgrenze war wohl doch etwas zu lang und zu rau, jedenfalls mag ich am Folgetag gar nicht laufen, denn die Pfoten tun weh. So faulenzen wir halt in Saas-Grund herum und unternehmen dann am 20. August noch eine letzte Wanderung in der Gegend. Wir fahren nach Gspon hoch und laufen hinauf zur Lägunde Tschuggo. Hier hinauf sind wir im Herbst 2015 schon mal gestiegen. Diesmal erwischen wir aber eine bessere Route, nicht zuletzt auch Dank eines Einheimischen, der uns den ‘Weg’ quasi bis auf das letzte Steinmannli genau beschreibt. Sollen wir nun ein Stück absteigen gegen das Nanztal hin, um dann auf dem Wanderweg zum Ochsehorn aufzusteigen, oder bleiben wir gleich auf der Höhe und queren weglos hinüber? Obwohl – wieder einmal entgegen der Wetterprognose – sich die Wolken immer dichter zusammenbrauen über dem Grat, wagen wir die obere Variante. Ganz weglos ist sie dann doch nicht. Es finden sich auch immer mal wieder Steinmannli und sogar gelegentlich rot-weisse Markierungen. Aber viele Blöcke und viel Geröll gilt es zu überwinden, so gar nicht pfotenschonend. Ich meistere aber auch die übelsten Blockfelder bravourös und so sind wir erstaunlich schnell auf dem Ochsehorn oben, welches uns einen schönen Rundblick bietet, kurz sogar mit etwas Sonne. Der Abstieg ist nun überraschenderweise blau-weiss markiert und nochmals etwas knifflig. Aber schon unterhalb des Gipfelaufbaus steht auf einem Felsblock ‘Gspon’ angeschrieben und ein rot-weiss markierter Weg (den es auf der Karte gar nicht gibt) führt uns ohne Probleme hinunter zur Rosschumma und dann auf nun deutlichem Weg zurück zur Seilbahn in Gspon. Gleich nochmals eine raue und felsige Tour, aber jetzt fahren wir ja nach Hause und ich kann meine Pfoten wieder etwas schonen.

Samstag, 21. August 2021

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