Robièi

Um der leidigen 1. August-Knallerei, die mich immer in Todesangst versetzt, zu entgehen, verbringen wir die Tage vom 31. Juli bis 2. August im Nordtessin. Die Wettervorhersage ist so unsicher, dass wir lange werweissen, ob wir vom Bavonatal mit der Seilbahn hoch nach Robièi fahren oder zu Fuss zusteigen sollen. Wir entscheiden uns dann doch für den Zustieg zu Fuss und wandern vom Parkplatz bei Paltano im Bedrettotal erst mal zur Alpe San Giacomo. Eigentlich wollen wir über den Passo Grandinagia nach Robièi laufen, aber dort am Pass braut sich was zusammen. Man weiss nicht, ist es noch dichter Hochnebel, oder sind es gar schon Regenwolken. Da in Richtung Formazzatal der Himmel noch mehr oder weniger klar ist, entscheiden wir uns stattdessen wie schon anfangs Juli 2016 für den Zugang via Bocchetta di Val Maggia. Die übersteigen wir auch problemlos und wählen den direkten Talweg hinunter ins Valletta di Fiorina, der uns weiter bis nach Robièi führt. Kaum angekommen, fängt der grosse Regen an und wir sind froh um unser gemütliches Zimmer im Albergo Robièi.

Da der 1. August mit leidem Wetter aufwartet, machen wir am 2. Tag nur eine kurze Tour, die uns via Capanna Basòdino nach Lièlp führt und weiter zum Lago di Robièi, wo wir dann doch noch gehörig verregnet werden. Erfreulich aber, dass es abends kein bisschen Feuerwerk gibt. Oder haben wir es nur nicht gehört, weil es draussen so stürmt?

Eigentlich wollen wir ja noch einen Tag in Robièi bleiben, aber die Wetterprognose für Dienstag ist noch übler als für Montag. So machen wir uns halt schon am Montag auf zurück ins Bedrettotal. Wir wählen gleich nochmals die Bocchetta di Val Maggia als Übergang, da einerseits auch heute eine unsichere Wetterlage herrscht, und wir andererseits – es ist sehr kalt – nicht riskieren wollen, infolge eines gefrorenen Schneefeldes am Grandinagiapass allenfalls umdrehen zu müssen. Wir wählen diesmal den oberen Weg, der am Lago dei Matörgn vorbeiführt. War schon der Talweg sehr hübsch, sind wir nun von dieser Route hellauf begeistert – sehr malerisch und fantastische Aussicht auf den Basòdino! Nur eben, es ist kalt, viel zu kalt für anfangs August. Paul und Claudia tragen auf fast der ganze Strecke Kappe und Handschuhe. Dafür wartet der Regen auch heute netterweise, bis wir beim Auto angekommen sind!

Trotz des wechselhaften Wetters sind es drei schöne Tage. Die Gegend um Robièi gefällt uns sehr und es gäbe da noch vieles zu entdecken. Wir kommen wieder!

Dienstag, 03. August 2021

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