Rophaien

Der 1. Oktober verspricht ein goldiger Herbsttag zu werden. Wir fahren nach Flüelen und mit der Seilbahn nach Eggberge hoch. Es ist noch etwas kühl im Schatten und überall ist das Gras frisch gemäht, so dass ich wie wild in der Gegend herumwetzen kann. Kurz vor der Hüenderegg appliziere ich mir noch Tarngeruch und -farbe – ich wälze mich in einem Kuhfladen. Warum Claudia und Paul mich danach nicht mehr so recht in ihrer Nähe haben mögen, verstehe ich überhaupt nicht. Am Seelein Gross Fläsch vorbei ziehen wir hinauf zur Alp Schön Chulm. Kurz danach wird aus dem Bergwanderweg ein Alpinwanderweg, der uns sehr aussichtsreicht und manchmal recht abenteuerlich oberhalb steiler Planggen und Felswänden am Diepen vorbei übers Äbneter Stöckli zum Rophaien führt. Dort geniessen wir ausgiebig die herrliche Sicht in alle Richtungen. Der Abstieg hinunter nach Franzen ist nun deutlich steiler aber immer noch auf recht ordentlichem Weg. Bei Franzen stossen wir auf den malerischen Wildheupfad, dem wir nun steile und tatsächlich abgemähte Planggen querend folgen bis zur Alp Unter Hüttenboden. Ab hier tauchen wir in den Wald und sind schon bald zurück in Eggberge. Es ist ein äusserst schöner Tag, abwechslungs- und sehr aussichtsreich bei herrlichem Wetter. Einziger Wermutstropfen: ab und an wähnen wir uns auf einer Radiowanderung. Insbesondere beim Rophaiengipfel sind schon sehr viele Leute unterwegs. Aber kein Wunder, ist er doch wirklich ein aussergewöhnlich schöner Aussichtsberg und von Riemenstalden her auch eher unschwierig zu erreichen.

Samstag, 02. Oktober 2021

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