Älpeltispitz

Während wir in Amden am 13. Oktober 2025 unter zähem Hochnebel liegen, soll es im Bündnerland zumindest in den Bergen ja sehr sonnig sein. Da wollen wir natürlich nicht zu Hause bleiben, sondern fahren der Sonne entgegen. Gleich nach der obersten Brücke über den Talbach bei Klosters stellen wir unser Auto ab und laufen erst Mal am Berghaus Alpenrösli vorbei und danach etwas langweilig eine Forststrasse hoch. Das heisst, langweilig ist es nur für Paul, denn ich finde unendlich viel zum Schnüffeln und bin damit vollauf ausgelastet. Bei Punkt 1763 endet die Strasse endlich und nun steigt bis zum Versitspitz zünftig stotzig einen guter Bergweg an. Wir vermissen die Tessiner Granittreppen, denn hier streckt es uns die Muskeln und Sehnen, so steil ist es. Bei Carmils treten wir aus Wald und Bergschatten. Es ist tatsächlich ein herrlicher, wolkenloser Tag, fast windstill mit ganz angenehmen Temperaturen. Flacht der Weg ab dem Versitspitz nun etwas ab, so ist der Schlussanstieg zur Chessihütte wieder ordentlich steil. Hier machen wir eine erste Pause und geniessen den Sonnenschein und die prächtige Aussicht! Allerdings sehen wir von hier aus auch, dass wir den Älpeltispitz nicht schneefrei erreichen werden. Nach der Chessihütte steigen wir erst mal ein paar Höhenmeter zum obersten See ab, queren dann aber weglos hinüber zum Wanderweg, der zur Abzweigung bei Punkt 2537 hoch führt. Bald schon laufen wir im Schnee. Wir sind allerdings nicht die ersten, die seit den Schneefällen hier laufen, und so folgen wir meist einfach einer deutlich sichtbaren Wegspur. Allerdings liegt nur hier auf der Nordseite Schnee. Ab Punkt 2537 ist der Weg wieder aper. Nun folgt gleich nochmals ein steiler und etwas lotteriger Anstieg zum Gipfel des Älpeltispitzes. Der Gipfel, den wir die ganze Zeit für uns alleine haben, ist arg verblockt, so dass wir etwas südöstlich davon eine zweite Pause machen. Es ist herrlich ruhig und aussichtsreich hier und ich schlafe sogar eine Viertelstunde! Irgendwann wird es Paul dann aber doch zu kühl, und so machen wir uns an den Abstieg hinunter ins Tal. Nach der Abzweigung in Richtung Älpelti wird der Weg herrlich schön! Wir geniessen diesen wunderbaren Bergweg, auf dem wir zwar schnell an Höhe verlieren, der aber nie unangenehm steil ist. Bald schon sind wir wieder im Wald unten, wo bei Punkt 1720 der Weg leider wieder in eine Forststrasse übergeht. Dieser folgen wir im Sauseschritt zurück zum Auto. Eine herrliche Tour bei wunderschönem Wetter und leuchtenden Herbstfarben!

Montag, 13. Oktober 2025