Marcel muss am 26. Februar 2026 wieder nach Hause. Er möchte allerdings noch von Maggia aus über den Passo della Garina ins Onsernonetal wechseln. Wir wollen ihn noch ein Stück weit begleiten. Nach der Brücke über die Maggia steigen wir über In Bagnadüü und I Mött die steile Ostflanke des Puncio an. Der Weg selber ist nicht wirklich steil, aber er wird wohl wenig begangen und ist nicht immer gut ausgeprägt. Bei Punkt 844 trennen sich dann unsere Wege. Während Marcel das Onsernonetal versucht zu erreichen, bleiben wir natürlich im Maggiatal und steigen noch etwas weiter an, bis wir bei In Mognèe d Zóra den höchsten Punkt der heutigen Wanderung erreichen. Hier machen wir ein längere Pause und geniessen Sonne und Aussicht. Das Wetter ist heute wieder prächtig, aber da wir in einem nord-ost Hang unterwegs sind, laufen wir in dieser Jahreszeit dort halt leider doch recht häufig im Bergschatten. Wir steigen nun nach In Mognèe d Zótt ab, und stossen bald schon auf den Wanderweg, der uns wie schon im Juni 2024 - anlässlich unserer Umrundung des Valle di Lodano – hinunter nach Lodano führt. Dieses Dorf lassen wir diesmal allerdings aus und laufen noch eine Stück der Maggia entlang, bis wir den langen Laufsteg über den Fluss gegenüber von Giumaglio erreichen. Den zu überqueren ist gar nicht mal so einfach. Da der Boden blosse Gitterroste sind, auf denen ich so weit – der Steg ist ca. 250 Meter lang – nicht laufen kann, muss mich Paul hinüber tragen. Aber kaum losgelaufen, fängt der Steg an zu schwingen und Paul braucht mindestens eine Hand, um sich selber zu stabilisieren. Wir lösen das Problem so, dass ich mit zumindest einem Hinterlauf auf das Fototäschli an seinem Bauchgurt stehe, so dass er mich in nur einem Arm tragen kann. Dennoch zieht sich er Steg ewig hin und uns ist beiden gar nicht wohl bei der Sache… Danach sind wir aber schon nach wenigen Minuten zurück beim Hotel. Die Tour war eigentlich recht schön, die Wege einsam (heute begegnet uns kein Bein), aber in dieser Jahreszeit für unseren Geschmack einfach noch zu wenig sonnig. Morgen halten wir uns für unsere letzte Wanderung in diesen Kurzferien wohl wieder an die linke und sonnigere Talseite.