Auf dem Monte San Giorgio waren wir ja schon drei Mal. Dennoch besteigen wir ihn am 26. Januar 2026 noch ein viertes Mal. Bei uns auf der Alpennordseite liegt zwar weniger Schnee als im Tessin, aber dafür ist das Wetter leid. Auf der Alpensüdseite scheint heute wenigstens die Sonne. So fahren wir spontan und relativ spät zu Hause los, so dass es zeitlich für den Poncione d'Arzo, den wir sonst jeweils auch gleich mitgenommen haben, nur noch reicht täte, wenn wir Gas geben. Heute wollen wir es aber gemütlich nehmen, die schöne Gegend und den Sonnenschein geniessen. Dafür besuchen wir erst einmal den Parco archeologico Tremona. Etwas oberhalb des Dorfes Tremona finden sich nämlich die Ruinen eines ganzen mittelalterlichen Dörfchens, welches damals über dem Mendrisiotto thronte. Es sind nur noch die Grundmauern vorhanden. Eng haben die damals zusammen gewohnt! Gelegentlich verlassen wir die historische Stätte und steigen gegen Meride ab. Nun suchen wir den Einstieg des auf der Karte von Swisstopo nicht eingezeichneten Wegs, welcher über den orografisch linksseitigen Rücken des Val Serada zum Monte San Giorgio ansteigt. Der Weg ist leicht zu finden und wie schon im Januar 2025 in gutem Zustand. Warum der auf den ansonsten so ausgezeichneten Karten von Swisstopo nicht sichtbar ist, erschliesst sich uns nicht. Auf ca. 900 Meter Höhe stossen wir auf die ersten Flecken Schnee, der nun immer mehr wird, uns aber nie stört. Auf dem Gipfel machen wir mutterseelenalleine eine länger Pause und geniessen die schöne Aussicht über die verschneiten Berge. Der Abstieg erfolgt nun direkt über den orografisch rechtsseitigen Rücken des Val Serada. Kurz oberhalb der 800er Höhenlinie gabelt sich der Weg. Heute nehmen wir die linke Variante, die nicht immer gut sichtbar ist und offensichtlich wenig begangen wird. Zum Schluss umgehen wir Meride noch östlich und sind bald schon wieder zurück beim Auto. Eine schöne Tour an einem Berg, der sich eigentlich im Winter immer lohnt! Dies war jetzt wohl die letzte Tour für ein paar Wochen. Am 29. Januar komme ich nämlich unters Messer. Vor zwei Jahren wurden bei mir Mammatumoren diagnostiziert, die Paul bis jetzt unter strenger und regelmässiger Aufsicht unserer Tierärztin naturheilpraktisch behandelt hat. Die meisten der kleinen Tumor-Chnöpfli kamen und verschwanden wieder, aber zwei Tumoren sind gaaaaanz langsam angewachsen und haben jetzt eine Grösse erreicht, die eine Operation erforderlich macht. Ich bin natürlich nicht begeistert, aber habe dazu scheints nichts zu sagen... 😕